Bewegung – die älteste Medizin der Menschheit … und warum wir uns bewegen sollten...
Betrachtet man unsere Entstehungsgeschichte und vergleicht unser damaliges Dasein mit allen anderen Lebewesen, ...so gab es einen großen gemeinsamen Nenner: Wir mussten uns bewegen um zu Überleben! In erster Linie zum Zwecke der Nahrungsbeschaffung – Jagen, Sammeln, Ackerbau..., und heute? ...fahren wir zum Supermarkt!
Keine Frage – er ist unglaublich praktisch und auch gar nicht mehr wegzudenken. Jedoch ist er zusammen mit vielen anderen Faktoren unser technisierten Welt ein Grund dafür, dass wir unser Wunderwerk „Körper“, dessen komplexe Konstruktion für die Fortbewegung erschaffen wurde, kaum noch fordern: haben Sie schon mal darüber nachgedacht um wieviel weniger wir uns heute in Gang setzen (müssen)? Der schon erwähnte Luxus des Supermarktes - vorbei sind die Zeiten, in denen wir dem Wild hinterher liefen oder im unglücklicherem Fall vor ihm fliehen mussten ;) oder auch zur Ernte aufs Feld hinaus gingen. Auto, Rolltreppe und Fahrstuhl nehmen uns jeden „unnötigen“ Schritt ab. Ja..., heutzutage kommen Bücher, Kleidung und Haushaltsgeräte sogar zu UNS nach Hause – das Internet macht´s möglich...
Ohne all diesen praktischen Luxus verteufeln zu wollen ist es jedoch offensichtlich, dass sich die (Über)Lebensstrategie in der zivilisierten Welt deutlich verändert hat: Zum überleben brauchen wir heutzutage in erster Linie Geld – und das wird von einer wachsenden Anzahl unserer Mitbürger vom Bürostuhl aus verdient. Und außerhalb der Arbeitszeit wird, wo es geht, auf Zeitmanagement geachtet; Auto, Handy, Waschmaschine, Internet... All dies lässt den Haushalt und andere Verpflichtungen im Handumdrehen erledigen, um uns in der übrig bleibenden Zeit etwas entspannen zu können. Die Quintessenz: Für alles, was körperliche Anstrengungen erfordert hat die Technik eine bewegungsarme Alternative gefunden, all diese praktischen Erfindungen nehmen uns ab wofür wir geschaffen worden sind: Bewegung!
Und weil genau diese ein Bestandteil unseres Lebens sein sollte, hat die Natur in vielerlei Hinsicht dafür gesorgt, dass sie uns körperliche und geistige Ausgeglichenheit beschert. Zusammen mit gesunder Ernährung hat sie einen direkten Einfluss auf unser Wohlbefinden. Wer sich also entschließt seinem Naturell zu entsprechen, muss sich seine tägliche Dosis Bewegung (soweit der Alltag keine mehr bietet) zusätzlich substituieren – mit Training! Und obwohl wir heute das große Privileg haben, auswählen zu können, welche Art von Bewegung uns auch noch Freude bereitet, scheitern die sportlichen Vorsätze (zu Gunsten des Zeitmanagements) oft an der Motivation - weil es eben nicht akut notwendig erscheint. Unser Körper hat nämlich noch eine "Gabe" erhalten - er ist leider ein Ökonomie-Künstler ... nachdem wir also nun unseren natürlichen Bewegungsdrang mit Ende der Pupertät abgelegt haben, entscheidet unser Verstand und unsere Motivation fortan ob wir in Bewegung bleiben...
Um Ihren Verstand zu motivieren, sollten Sie sich die positiven Auswirkungen von sportlicher Betätigung immer mal wieder ins Gedächnis rufen!
Alle Bestandteile der physischen Kondition wie Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Koordination sind anpassungsfähig. D.h. wenn Sie Ihrem Körper heute etwas abfordern, sorgt er mittels Regeneration dafür, dass wir es morgen ein bisschen besser können – einfach ein geniales System! Das schöne dabei ist es, dass wir selbst entscheiden können in welcher Liga wir spielen, wie fit wir sein wollen.
Körperwahrnehmung und Selbstbewusstsein.
Neben den anatomisch-physiologischen positiven Auswirkungen des Trainings auf den menschlichen Körper, kommt es durch gesteuertes Training zur einer gesteigerten Körperwahrnehmung und einem exzellenten Wohlbefinden. Unser Körper ist in der Lage uns so viele, tolle Geheimnisse, versteckte Empfindungen und unbekannte Wahrnehmungen zu vermitteln, die nur darauf warten geweckt zu werden. Wir fühlen uns schlicht und ergreifend potenter! Dadurch steigert sich unser Selbstbewusstsein und das überträgt sich erfreulicherweise direkt auf unser tägliches Leben.Ausdauer
Durch das Ausdauertraining kommt es zu einem erhöhten Energieumsatz. Und da unser Körper die Energie u.a. aus den Fettdepots bezieht ist dies ein unumgänglicher Schritt zum Abnehmen dessen, was uns der Fortschritt Überflüssiges beschert hat. Neben der Gewichtsreduktion sorgt das angeregte Herz-Kreislauf-System für mehr Power: Besser durchblutete Haut und ein widerstandsfähigeres Immunsystems sind nur ein Bruchteil der allumfassenden Steigerung der Leistungsfähigkeit. Die Ausübung von sportlichen und täglichen Aktivitäten fallen uns dann um einiges leichter.Kraft
Das Krafttraining führt neben Muskelaufbau zur verbesserten Kraftleistung und muskulären Ausdauer. Je mehr Muskelanteil wir beherbergen, um so höher ist unser Energiegrundumsatz. Denn Muskeln sind höchst aktive Gewebeverbände – sie verbrauchen ständig Energie zum Zellerhalt - sogar wenn wir schlafen oder auf der Couch lümmeln – was für ein Luxus!Zudem trägt eine kräftige und reaktionsfähige tiefe Rumpfmuskulatur zur deutlichen Reduktion von Rückenbeschwerden bei – mittlerweile scheinen diese Schmerzen schon als „normale“ Begleiterscheinung des Büroalltages hingenommen zu werden – aber chronische Rückenschmerzen sind genauso unnatürlich wie unser Bewegungsverhalten am Schreibtisch. Wir können etwas dagegen unternehmen... Und das allein durch regelmäßiges Sporteln!
Koordination
Durch das Training im koordinativen Bereich lernen die einzelnen Muskeln besser miteinander zusammenzuarbeiten – so etwa wie Teambuilding unter Biceps, Triceps und Co. Zum Koordinationstraining zählt aber auch die Veränderungen im Muskel selbst, denn auch die einzelnen Muskelfasern lernen effizienter miteinander zu arbeiten. Ob wir eine volle Bierkiste auf den Tisch hieven können, hängt unter anderem davon ab, wieviel Prozent unserer Muskelfaserstränge wir willentlich aktivieren können – die so genannte intramuskulären Koordination : Alle Fasern eines Muskels gleichzeitig zur Kontraktion zu bringen, ist nicht möglich, aber wir können darauf hin trainieren stolze 80% statt nur 65% von allen vorhandenen Strängen zu benutzen – das macht uns die Kiste gleich viel „leichter“. Die auf Grund von Bewegungsmangel „komatösen“ Muskelfasern können wiederbelebt werden.Kurzum: Dieses Wunderwerk dankt uns jegliche gesunde "Strapaze" indem es uns mehr Leistungsfähigkeit schenkt.
Den ersten Schritt in diese Richtung müssen Sie jedoch allein machen!